„Das Ende der Bundesrepublik“ in der Reformationskirche

21. Dezember 2009

Der Perlen Verlag, in dem Das Ende der Bundesrepublik erschienen ist, war einer der Sponsoren bei der  2. Langen Nacht des Buches am 13. November 2009 in Moabit. Sechs unserer Autoren waren zu Lesungen eingeladen. Zwei davon fanden in der schönen Reformationskirche in der Beusselstraße statt, eine davon war ein Rückblick auf das Erste Jahr vom Ende der Bundesrepublik. Denn im Rahmen der 1. Langen Nacht des Buches im November 2008 wurde das Buch noch vor der Drucklegung zum ersten Mal vorgestellt, damals in dem herrlichen Theater Engelbrot. Eigentlich hätte ich aus dem Kapitel Politik ohne Glauben vorlesen können, wo ich unter anderem den Gedanken entwickelt hatte, dass die Kirchen für den Glauben dasselbe Problem darstellen wie die Parteien für die Politik, außerdem dass die Kirchen sich durch ihr Steuerprivileg in der Bundesrepublik zu einem Teil des öffentlichen Dienstes entwickelt hatten. Doch ich nutzte diesmal die Gelegenheit, um einmal zusammenzufassen, was alles passiert war seit der Veröffentlichung.

So erzählte ich von den Besprechungen und vor allem den vielen Nicht-Besprechungen des Buches. Denn obwohl Das Ende der Bundesrepublik die einzige alternative und abweichende Stimme in diesem Jahr der Gedenkfeiern für das 60. Jubiläum des Grundgesetzes war, haben sich die Print- und Fernsehmedien freiwillig gleichgeschaltet und ausschließlich in den Dienst der Selbstbeweihräucherung der Regierung, der Parteien und des öffentlichen Dienstes gestellt. Deshalb wird es in der zweiten, aktualisierten und erweiterten Auflage unter anderem ein neues Kapitel unter dem Titel Die Komplizenschaft der Medien geben.

Natürlich erzählte ich auch von der Gründung der Gruppe ’48 und von unseren Aktionen, zeigte Videos, spannte unsere Transparente auf und verteilte an die Zuhörer die Buttons mit unserer Demokratischen Revolutionskokarde (siehe oben). Der Höhepunkt war natürlich das Erscheinen des großen Essays Die Status-Quo-Diktatur wenige Tage vor der Bundestagswahl in der WELT. Das ganze war improvisiert und frei erzählt, dazu noch alleine, da mein Partner Harald Steinhausen kurz nach Beginn seine schwere Erkältung nach Hause bringen musste. Den Besuchern der Kirche und Zuhörern hat die Veranstaltung trotzdem sehr gut gefallen, um nicht zu sagen: sie waren begeistert! Es hat großen Spaß gemacht, wieder öffentlich über die Demokratische Revolution zu sprechen, vor allem in diesem würdigen Rahmen.

Einführung in die Veranstaltungen in der Reformationskirche
von Reginald Grünenberg, Harald Steinhausen und Stefan Weidner (v.l.n.r.)

Das ist nicht die Bibel, sondern Das Ende der Bundesrepublik

Die Zuhörer waren zuerst überrascht, dann begeistert

Es hat auch wieder richtig Spaß gemacht, von unseren verrückten Aktionen am Brandenburger Tor zu erzählen

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Essay in der WELT – Rezension in der Jungen Freiheit

11. September 2009

Auch in Berlin sind die Sommerferien vorbei und es wird wieder Zeit, das Versagen der Bundesrepublik weiter zu analysieren und wie ein steter Tropfen den harten Stein einer Neugründung der Republik zu höhlen. Die Bundestagswahlen am 27. September sind bereits verloren, zumindest für die Bürger, denn es wird sich nichts ändern, was wichtig wäre. Egal, welche Konstellation die Regierung übernehmen wird, alles wird beim Alten bleiben und wir werden unseren Abstieg fröhlich fortsetzen. Nächste Woche erscheint von mir zu diesem Thema ein großer Essay in der WELT über „Die Status-Quo-Diktatur. Ein Portrait„. Das wird eine Weiterentwicklung des gleichnamigen Kapitels in dem Buch Das Ende der Bundesrepublik sein.  Die WELT hat erst kürzlich einen langen Artikel von mir veröffentlicht, „Ritter Conrad, mein Vater und ich“.

EdB_Rezension_JFTolle Illustration in der Jungen Freiheit

„Irritierend – radikal – kühn!“ Die konservative Junge Freiheit, die sich als eines der wenigen Printmedien außerhalb des Mainstreams bewegt, gewissermaßen eine rechte taz, hat in ihrer Ausgabe vom 14. August 2009 eine ausführliche und recht positive Besprechung von dem Buch Das Ende der Bundesrepublik gebracht. Autor der Rezension ist Klaus-Peter Krause, früher langjähriger Leiter der Wirtschaftsredaktion der FAZ (hier sein interssanter Blog: http://www.kpkrause.de).

In wenigen Tagen geht es weiter. Dann werde ich zeigen, auf welchen Wegen die Bundesregierung sich aus einer ihrer wichtigsten und kritischsten Aufgaben heraus stiehlt. Das wird dann heißen „Der Staat als Fahnenflüchtling“.